Predigt

Pastorin Andrea Schneider

Die Predigt im Abschlussgottesdienst des 3. ÖKT Vorpommern wird Pastorin Andrea Schneider halten. Hier stellt sie sich vor:

Ich bin 1955 in Heidelberg geboren und habe an der Uni Hamburg Theologie und Germanistik studiert. Seit 1996 bin ich Pastorin im Bund Ev.-Freikirchl. Gemeinden (BEFG) und arbeite als Referentin der Akademie Elstal und als Rundfunkbeauftragte der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). In Hörfunk und Fernsehen versuche ich Gott zur Sprache zu bringen. Gern denke ich mit Gemeinden darüber nach, wie Gottesdienste die Gute Nachricht verständlich machen können: Das Schwere leicht sagen ... Regelmäßig bin ich auf Kirchentagen zu Gast als Moderatorin, Bibelarbeiterin und Predigerin. Ab und zu schreibe ich auch mal ein Buch ... Viel Freude habe ich an meinen drei Kindern und zwei Enkeln. Ich liebe Sonne, Wolken, Wind und Weite – nicht nur im Urlaub in Skandinavien, sondern auch zuhause in Oldenburg, wo ich mit meinem Mann gern lebe. Seit 2002 prägt Multiple Sklerose mein Leben – eine alltägliche Herausforderung für Körper und Seele, Geist und Glauben.

Plakat und Motto des 3. ÖKT Vorpommern

Das Motto des ÖKT 2017

Der 3. Ökumenische Kirchentag Vorpommern wird am 16. September 2017 in Greifswald stattfinden. Zum Eröffnungs- und Abschlussgottesdienst wird auf den Greifswalder Marktplatz eingeladen. Daneben wird es eine Vielzahl von Veranstaltungen geben. Eine 17köpfige Steuerungsgruppe plant und koordiniert. Zu ihr gehören Vertreterinnen und Vertreter der drei Träger des Kirchentages: Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis, Erzbistum Berlin und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Kirchentag findet in einem besonderen Jahr statt. 2017 hat die Reformation ihren 500. Geburtstag. Der Greifswalder Propst Frank Hoffmann (Erzbistum Berlin) sagt: „Auch die katholische Kirche ist durch die Reformation geprägt und verändert worden.“ 

Das Motto des Kirchentages kommt deshalb aus dem 2. Korintherbrief und lautet: „Jetzt ist die Zeit der Gnade.“ Gnade ist eins der wichtigsten Worte der Reformation. Nicht auf die Leistung kommt es an, das Wichtigste im Leben und auch im Glauben wird geschenkt. Sola gratia. Gratis!

Eigentlich ist dieses Motto heute eine Provokation. Viel mehr als die Gnade scheint die Gnadenlosigkeit unsere Zeit zu prägen! Unbarmherzig werden Schwächen ausgenutzt, wird an den Rand gedrängt, und draußen bleiben diejenigen, die Barmherzigkeit besonders nötig haben.

Aber dieses Motto ist auch eine Hoffnung, eine Verheißung! Das Kirchentagsplakat eröffnet einen weiten Horizont. Wasser und Strand, Himmel und Meer berühren sich. Grenzen? Keine! Irgendwo an der pommerschen Küste könnte das Bild aufgenommen worden sein. Im Vordergrund ein Kind, ein Junge. Er springt fröhlich durch die Luft. Ein Moment der Freiheit, ein Moment des Glücks. Unbeschwert ist er, die Weite und Höhe seines Sprungs wird nicht gemessen. Er genießt den Augenblick. So schön kann das Leben sein. So ist Gnade. Wenn Dir alle Last genommen ist, alles Lähmende. Nur Offenheit, Freundlichkeit, und eine weite Sicht.

Auf dem Kirchentag erwarten wir wieder über 2.000 Teilnehmer, Katholiken, Evangelische, Mitglieder von Freikirchen, konfessionell nicht Gebundene, Pommern, Gäste aus Südafrika und Mecklenburg, Tansania und Hamburg, Schweden und Brandenburg. Und ein Thüringer Gast ist schon gebucht. Der Jazzmusiker Alexander Blume aus Eisenach lässt uns mit seinem Jazztrio „Luther mit Wort und Klang“ erleben. Am Freitag zur Greifswalder Kulturnacht und am Samstag zum 3. ÖKT.  

Also: Langfristige Planung hilft! Tragen Sie sich schon mal den Termin in den Kalender ein. Samstag, 16. September 2017, Greifswald. Jetzt ist die Zeit der Gnade!  

Pressegespräch

 

Am 20. Mai 2016 wurden Plakat und Motto in einem Pressegespräch vorgestellt. Danach wurde in Zeitung und Internet berichtet

Zum Bild: (v.r.) Propst Frank Hoffmann, Barbara Schlicht und Pastor Matthias Tuve präsentieren das Kirchentagsplakat.